Die Wahl des Fifa-Präsidenten im Mai 2015 Sport

Die Wahl des Fifa-Präsidenten im Mai 2015


Sepp Blatter möchte erneut kandidieren

In den vergangenen Monaten hat sich der 78-Jährige Blatter immer wieder verklausuliert und eine weitere Amtszeit angemeldet. An einer renommierten Veranstaltung des bekannten Medienhauses Ringier hat Blatter selbst gesagt: „Ich möchte es machen. Ich möchte für die Wahl des Fifa-Präsidenten im Mai 2015 kandidieren.“

Bei der letzten Präsidentenwahl im Jahre 2011 sagte Blatter noch: „Das ist meine letzte Amtsperiode.“ Eigentlich galt es als ein Versprechen, nach mehr als 40 Jahren endlich bei der Fifa abzudanken. Diese Aussage war schlicht und weg als unmissverständlich formuliert worden, ohne irgendwelche Hintertüren auszumachen. Kritiker, besonders aus England und Deutschland, dachten womöglich: „ENDLICH“. Aber nun das. Dort sehen wir den eingeleiteten Reformeifer, um die Fifa dabei zu unterstützen, sich vom Korruptionsgeruch zu befreien und die Gestaltung transparenter zu machen: Opportunismus und der Erhaltungstrieb von Blatters eigener Macht. So oder so sei der Präsident daran schuld und es nicht verhinderte, dass die Fifa in diesem Verruf geraten war.

Wie ernst war es Blatter vor 3 Jahren bei seiner Ankündigung? Hat er nur eine gewisse Taktik gehabt, wie wir es schon so oft in seinem Leben erlebt haben? Im Herbst 2013 sagte er: „Ich werde es schon selbst irgendwann wissen, wann es für mich Zeit ist, zu gehen und mich nicht mit einem erheblichen Fusstritt abdanken muss.“ Er wusste damals mit Sicherheit, dass es in dieser Form soweit nicht kommen wird, da es in Öffentlichkeitsteilen ziemlich umstritten war, auf seine Hausmacht bei der Fifa stets verlassen konnte. Bereits an den Olympischen Spielen in Sotschi im Februar 2014 hat Blatter schon seinen Meinungsumschwung preisgegeben, als er sagte: „Wenn ich weiterhin gesund und in guter Verfassung bleibe, kann ich nicht verstehen, warum ich zum Kandidieren *NEIN* sagen sollte, falls mir die Mitgliederverbände dazu aufforderten, meine Arbeit weiterzumachen.“ Und nun seine klare Aussage bei der Veranstaltung des Medienhauses Ringier: „Ich möchte es machen. Es ist einfach noch nicht vorbei. Meine Amtszeit wäre zwar schon vorüber, aber meine Mission habe ich noch nicht zu Ende gebracht.“ Eigentlich wollte Sepp Blatter seine Entscheidung am Kongresstag im Juni 2014 in Sáo Paulo bekanntgeben, ob er ernstlich kandidieren wolle. Am Donnerstag dachte er allerdings nicht mehr darüber nach und er wusste ES. Niemand wusste genau, ob seine Planänderung mit Taktik zu tun hatte oder ob er einfach nur geschwätzig gewesen war.

Blatter ist bereits 78 Jahre und seit 1998 Präsident des Weltfussballverbandes. In seinem Alter denkt er viel über seine Gesundheit nach, schwimmt und joggt sogar noch fast jeden Tag. In 2019 wäre sodann seine 5. Amtszeit abgelaufen und 83 Jahre sein. Zu diesem Zeitpunkt wäre er 21 Jahre lang im Weltfussballverband als Präsident gewesen sein.

Gegenkandidaten gibt es nicht. Nur Jérome Champagne, ein damals bekannter Spitzenfunktionär der Fifa, hatte sich für die Wahl im Mai 2015 als Gegenkandidat geoutet. Bisher hat er alles offengelassen, ob er bei seiner Kandidatur bleibt oder er zurückziehen möchte. Champagne sagte: „Ich habe garantiert keine Chancen gegen Sepp Blatter.“ Mehr Selbstvertrauen hat dagegen Uefa-Präsident Michel Platini. Dieser hatte kürzlich von sich aus gesagt: „Nur einer kann Blatter besiegen: ICH. Im Sommer werde ich ankündigen, ob ich kandidiere oder nicht“, sagte Platini weiter.


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